Archiv für Mai 2007

der labelcheff

hat seinen langersehnten traum erfüllt bekommen! wie geil das ist!

und hier:

aaaahahaaahaha!! so ein riesenquatsch!! da fühlt man sich jack palance doch gleich viel verbundener!!

ahahahaa!

Tour April/Mai 2007

Mein lieber herr gesangsverein war das krass. nachdem ich gerade mal zwei wochen pause hatte gings ja gleich wieder los mit zwei wochen tour. normale menschen halten sowas vermutlich gar nicht ohne massive schäden des cerebralen cortex aus, aber ich, der tante renate, habe es geschafft!! und zwar mit bravour. wobei ich kurz anmerken muss, dass ich extrem doof geworden bin. nun denn, eins zwei bücher hinter die stirn kippen und der kasten läuft wieder.

aber der reihe nach.
angefangen hat alles am
26.04 im weltruf in kiel und ich lasse das konzert mal unter „aufwärmen“ laufen. ich hab ein paar alte bekannte aus rendsburg wiedergetroffen und meinen bruder auf die bühne geholt, um zu zeigen wie ich aussehen würde, wenn ich sportler wäre. sehr lustig war das.
einen konzertbericht gibt es hier

am 27.04 in Hamburg war dann die release party meines albums. ich wollte unbedingt die langweiligste party überhaupt haben mit richtig schlechter laune und so, aber letzen endes saßen wir dann mit ein paar leuten vor lewes haus und haben gegrillt. aus der schlechten laune wurde leider nichts und als höhepunkt der zweistündigen sause habe ich mir die haare schneiden lassen!
wenn das mal nicht ein mordsabfahrt war!

28.04 wageningen – Unitas
auf dem weg in die niederlande hole ich meine tourbegleitung barbara erstmal von einem rastplatz bei rheine ab und frage mich immer noch, was sie damit meinte, als sie sagte, sie hätte schon einige gute partys dort gefeiert! auf einem rastplatz? aha? sonst gehts aber.
das konzert in wageningen ist super! ich hab da ja schon zweidreimal gespielt, aber dieses mal toppt wirklich alles! als vorgruppe ist geigercounting am start, der mich schonmal in tilburg gekickt hat. diesmal würde ich sagen unentschieden. der typ selbst ist super. raucht auch gerne zigarren und trinkt dafür nicht, weil die entfernungen in holland so kurz sind, dass man bequem mit der karre nach hause fahren kann. geil war das!!

am 29.04 in enschede hab ich einen off day, den wir bei jeroen von den alles los jungs mit bier trinken verbringen. wir treffen edwyn und julian, zwei verrückte, die ich auch schonmal in einer gallerie erwähnt hab. die sind super! muss man erlebt haben. da kommt eine peitsche nach der nächsten. am ende des abends kommen sätze raus wie: „deine mutter ist also ein hutverkäufer und wird international gesucht, weil die cdu rote haare hat.“
na ja, so ähnlich nur in lustig und alles komplett durcheinander.
ausserdem kann man von denen lernen, warum die lästigen dinger im mund „weisheitszähne“ heißen. wer das wissen will, muss sich nur mal das niederländische wort für weisheitszähne ansehen, dann kommt man da schon drauf.

30.04. Enschede – Eindhoven – Castricum

Yo, das ist also der besagte völlig bekloppte tag gewesen, am dem ich drei konzerte gespielt hab! man muss dazu sagen, dass in den niederlanden an diesem tag „queensday“ war. das bedeutet die königin hat geburtstag und erlaubt den leuten, mal so richtig durchzudrehen. das bedeutet dann, dass in jeder stadt ein stadtfest stattfindet mit zahllosen live acts, djs an jeder ecker, flohmärkten und so weiter und so weiter.
es sind jedenfalls schon sehr früh alle besoffen und gehen auf der straße total ab!
das konzert in enschede findet um 14.15h statt und ist schön skurril. da schieben eltern ihre kinderwagen durch die gegend, andere feiern auf balkonen ab und einige leute bleiben stehen und sehen sich das an, was der doofe mann da vorne macht.
als ich meine knarre raushole und total aggressiv in der gegend rumballer, bekomme ich ein stofftier auf die bühne geworfen! was das nun wieder soll?
aber lustig wars.

dann schnell sachen packen und ab nach eindhoven., wo wir pathosfm, meine zweite tourbegleitung treffen. in eindhoven siehts schon schlimmer aus: ein riesiger mob hängt auf der straße ab und will feiern. ich denk noch: ach du scheiße was ist hier denn los, aber da fange ich auch schon an und das konzert verläuft ganz gut. Ich gebe nachher ein autogamm mit silbernem edding auf nackter haut und barbara verkauft ihren strichcode-gürtel an einen verrückten niederländer.
gelungen! würde ich mal sagen.

nach dem konzert wieder schnell los richtung castricum. das ist in der nähe von amsterdam und ein ganz kleines nest glaube ich. die party findet in der bakkerej statt das konzert ist auch super! anfangs steht da allerdings nur ein typ vorne, der taumelnd versucht, seinen pegel zu halten. später gehts noch ganz gut ab und dann muß ich auch schon aufhören, weil die letzteband nur bis zwölf spielen kann wegen gesetz und königin und so. weisste bescheid, ne?

pathos und barabara finden einen party-hut und ab dann gibts kein halten mehr! das was wir an bier vernichten, flöst sich pathos als wein ein und vergißt dabei die alkoholdifferenz. es findet eine wüste feierei statt, bei der neben unfreiwilligen bierduschen auch personen auf einer holztrommel durch die gegend gerollt und zum stagediven in die schockierte menge geschmissen werden. grandios! so mag ich das.

am nächsten tag böses erwachen: keiner kann fahren und es sind ungefähr fünf stunden bis nach mainz. was jetzt?

wir setzen barbara in düsseldorf ab, von wo aus sie mit dem zug zurückfährt. tschüss. schön wars und noch viel spaß im tanzaldi!

01.05 mainz – haus mainusch
wir haben starke probleme das haus zu finden, weil alle möglichen straßen abgesperrt sind und der weg dahin auf dem campus wahrscheinlich vorsätzlich unglaublich kompliziert gestaltet wurde.
seis drum. auf dem gelände befindet sich außer der haus meinusch noch eine bauwagensiedlung mit einer stattlichen anzahl freizeitzauberern, die zu unserer belustigung einige utensilien achtlos im schönen wilden garten liegen lassen, so dass wir mit hut und kelch bewaffnet in die riege der magier avancieren.

von nun an besitzen wir zwei unfassbar hässliche hüte und haben damit viel spaß auf der weiteren tour. das konzert ist am anfang etwas stockend, was damit zusammenhängt, dass der eintrittsprei von 3€ den meisten zu hoch ist und sie stattdessen erst nach kassenschluß kommen. studenten halt… was kostet nochmal ne schachtel kippen?
aber gegen ende machts richtig spaß, die meisten leute tanzen und wir haben noch einen super abend und verstehen uns sehr gut mit der schwedischen vorband „leaders off“. super jungs!

02.05 köln – blue shell
vor dem konzert haben wir einen ganz ruhigen tag in köln! wir treffen auf felix von der formation doppelherz 2000 und seine super freundin iren und den kleinen garik (hoffe man schreibt das so…) und kaufen mal schön für das abendessen ein. wir fahren zum club und nach dem 5 minuten soundcheck gehen wir wieder essen. ich spiele ein klavierkonzert und repariere noch den wlan zugang eines rechners.

schon hier müßte mir eigentlich die ruhe aufgefallen sein, die den sturm ankündigt. ist sie aber nicht.
das konzert wurde wegen doppelbelegung des stereo wonderland auf die andere strassenseite verlegt und mangelte etwas an besuchern! weiß nicht wie viele jetzt da waren, aber der laden war so halb voll. vermutlich wegen mittwoch, zu warm und fußball oder so. ich treffe ein paar freunde aus meiner zeit in aachen wieder und mache einen geburtstagsgig klar.
nach dem konzert totaler voll exzess. köln zeigt sich von seiner desolatesten seite. ich bin überrascht über soviel soziales kaos und freue mich über die merkwürdigen strukturen zwischenmenschlicher beziehungen. total voll schreibe auf diesen bierdeckel: „ich übernehme jegliche verantwortung für kai

haha! na super. wenn das mal keine rechtliche konsequenzen nach sich zieht. wer den typen kennt, weißwas ich meine.
der abend endet freundlich verschroben mit dem verlust meiner und anderer leute würde. nun denn, konnte ich eh nicht gebrauchen.

03.05 frankfurt – elfer music club
wir kommen in frankfurt an und uns schwant böses! über dem elfer music club findet ein metalfestival statt! wie geil! da spielen so bands wie finntroll und sowas. in meinen augen ist ja finntroll der letzte mist! aber die leute stehen offenbar drauf. vielleicht liegt es auch an den anderen an diesem abend spielenden bands. davo kenne ich leider zu wenige, aber die leute sehen schonmal ganz geil aggro aus.
ich seh zwei metaller, geh hin und sag: „boah ihr seht so kraß aus! können wir ein foto machen?“ und ich denk ich krieg gleich in die schnauze, aber die sind total nett und sympathisch und klar machen wir ein foto!

später komme ich sogar noch ins konzert und platze promt in eine „ausziehen! ausziehen!“situation, weil die sängerin der band sich ihrer jacke entledigt.
na ja.
vorband ist an diesem abend mikroboy. die sind super! spitzen typen mit gutem humor und so. beim konzert von mikroboy geben pathosfm und ich uns sehr kompromisslos und wenig bereit von unserer meinung abzuweichen. da fiel dann folgender satzwechsel:

mikroboy: „es gibt sätze, die kann man nicht ins deutsche übersetzen. die funktionieren nur in englisch.“
pathos: „ja welcher denn?“
mikroboy: „baby, zum beipiel.“
ich: „baby? was ist das denn für ein satz? das ist doch nur ein wort!“
mikroboy: „bei uns ist das ein satz.“
pathos: „so wie ‚ficken‘ oder was?“

hier endet das gespräch und die band spielt verschüchtert das nächste lied.
dazu kommt, dass von der band angeboten wird, sich ein käse- oder wurstbrot zu schmieren, weil da noch was von über ist. sowie die aufforderung, sich merchandise artikel selbst zu basteln. wir kommen auf die verknüpfende idee, uns ein wurst und käse t-shirt zu basteln…
das machen wir dann aber doch nicht.
am abend gibt es noch ein wunderbares wiedersehen mit hebhanne und pistolenpetra + freund + schwester + … ! super war das!

04.05 freiburg – drifters club
das drifters ist echt ein lustiger laden! oben finden techno veranstaltungen statt und unten gibt es dann das „crash“, wo zu früher abendstunde gerne deathmetal und grindcore gespielt wird. wunderbar: abends gegen 8 oder 9 stehen 5 headbanger im kreis und bangen bis die schwarte kracht. haha! sowas hab ich lange nicht mehr gesehen.

einen davon sehe ich drei stunden später mit dem kopf gegen einen pfeiler gelehnt knüppelvoll am pennen! super!
das konzert ist super! vom ersten moment an checken die leute was geht und machen richtig gut mit! echt geil!

05.05 day off
pathos und ich sind in haft und drehen später einen aufwendigen und anspruchsvollen horror film am see, nachdem wir uns schön ein paar vegane würste und eine flasche wein reingezoscht haben!

06.05 landau – fatal
am nachmittag gehen wir auf den jahrmarkt, der da „kerwe“ oder so heißt! ist der wahnsinn! wir testen ein fahrgeschäft aus und ich esse billigpizza vom faß.
für einen sonntag hatte ich vom konzert eigentlich nichts erwartet, aber das war richtig richtig richtig geil! der laden war auf jeden fall voll und die leute sind auch gut abgegangen. aber guckt euch das am besten selbst an:

nach dem konzert feiern wir recht extrem mit breakdance und räkelausdruckstanz auf dem tresen zu scheußlicher 90er jahre musik.
sehr sehr gut das alles!
am nächsten morgen setze ich pathos schweren herzens beim bahnhof ab und mache mich auf den weg nach

07.05 konstanz – kantine
in konstanz hole ich olli stangl vom bahnhof ab. er sieht fantastisch aus und trägt einen anzug im stile des englischen landadels! wunderbar! endlich ein waschechter lord an meiner seite!
das konzert ist super! am anfang verbaue ich mir einige sympathien mit meiner eigenen doofheit, aber das kann ich schnell wieder durch meinen charme ausgleichen.
hier der konzertbericht von olli, den wir ab jetzt „rev. otis llang“ nennen wollen:

23.34: Stimme hat sich überschlagen
23.35: Bereits völlig beim Publikum unten durch
23.40: Trinkt auf der Bühne
23.43: Versucht seinen Hals zu retten
23.50: Spielt schon wieder Slayer
23.51: Werde vorgestellt
00.00: „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda? Mama Lauda!“ Meine Güte …. vorher hervorragendes Geburtstagsständchen zum besten gegeben! Inklusive Wunderkerze
0.09: „Ey, der klingt wie T.raumschmiere!“
0.10: Muss mehr trinken
0.14: Dennis bester Tag – die Hütte kocht, die erste Reihe wird immer attraktiver
0.15: Scooter-Gesänge im Publikum – ich empfehle mich!

das konzert war für mich echt eines der highlights der tour und ein sehr guter einstand für olli, oh, rev. otis llang natürlich. zitat: „kaum komm ich hier an, gibts gleich so eine feierei!“
ganz spät am abend überkommt mich eine leichte tourdepression, die ich aber mal schnell wieder vergesse!

08.05 nürnberg – club stereo
in nürnberg wurde ja bekanntlich „macho man“ mit rené weller produziert. ein film, in dem er, der boxweltmeister, mit einem karateprofi gegen einen drogenring ankämpft und nebenbei noch bankräuber stellt und und und.
so das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. also das konzert war echt sehr gut! das lag wohl auch an den zahlreichen egotronic fans, die ganz gut was losgemacht haben! grundsolide würde ich sagen! alles super!

09.05 linz – stadtwerkstatt
da ich im ausland noch nicht so bekannt bin, wird das konzert auch eher ein sich gegenseitiges kennenlernen und beschnuppern, aber die leute haben glaube ich ganz gut verstanden, worum es mir geht und die nächste konzerte in linz werden wohl in einem entsprechenden rahmen stattfinden.

später lerne ich ein paar sehr gute visual künstler kennen und tauche wiedermals in die welt der sozialen ungereimtheiten der bewohner ein! sowas finde ich immer klasse, da kriegt man ungefiltert mit, was da so los ist und dass nicht immer alles so rund läuft wie man sich das vorstellt! ganz wichtige sache für mich!

10.05 – 11.05
wir verbringen einige tagen bei freuden in leoben in der nähe von linz und chillen ganz gewaltig! auf dem weg dahin fahren wir an einen bergsee und überwältigt von der kulisse beschließe ich nach einem kurzvortrag über die polarisation von licht an wasser nie wieder zigarre zu rauchen. was für eine entscheidungskraft man im angesicht der blanken natur entwickeln kann!

im angrenzenden waldstück bauen wohl kinder so eine art minispielplatz mit natürlichen materialien oder so. sowas kenn ich nicht, aber wenn jemand mehr drüber weiß, bitte gerne schreiben. hier ist mal ein bild davon

12.05 sigmaringen – relativ
das wochende findet ein musikfest in der ganzen stadt statt und ich darf den abschluß machen! beim soundcheck stellt sich heraus, dass sich keiner mit der anlage auskennt. aber dennoch kriegen wir alles nach ein bisschen herumdrehen und schrauben und stecken hin, so dass die psychobillie (!) vorband sound checken kann.
was ich dann nicht verstehe: bei der vorband steht am anfang 1 (!) typ vorne und mosht die ganze zeit wie blöde! ich denk noch der will die verarschen, aber das war wohl echt seine weise gefallen auszudrücken! später pogen noch einige leute und fast kommt es zur klopperei im publikum.
ich denk noch „na denn mal prost malzeit“ und da fang ich auch schon an. nach soviel testosteron hätte ich am liebsten auf olli gehört und gesagt:
„hallo! ich bin der tante renate aus hamburg, mache techno musik und bin stockschwul!“ haha! was die wohl gemacht hätten? wahrscheinlich sofort klatscherei von der bühne runter usw.
statt dessen verhalte ich mich gewohnt diplomatisch. auf die frage, was ein einwohner sigmaringens bei einem besuch in hamburg gemacht hat, bekomme ich prompt: „ich war aufm strich!“
na super! soviel dazu. ich kritisiere massivst das vorherrschende bild von männlichkeit und spiele dann einfach weiter. offenbar gefällt das vielen anwesenden, denn später sind ganz gut leute am tanzen und feiern und kaufen cds und so. nur die psycho fans sind nicht mehr am start.
der von meiner seite aus bizarrste tourabschluß ever.

auf dem weg nach hause stand noch eine kuhherde auf der autobahn und hat uns einen schönen stau bereitet.

abschlussklatsche!
ich fand die tour super und bedanke mich an dieser stelle bei allen besuchern, veranstaltern, mitwirkenden, alles los, amadis und nicht zuletzt meinen super tourbegleitern barbara, marcel und olli für die tolle unterstützung!!
dankedankedanke für die super zeit mit euch!

ganz viel videos und so könnt ihr übrigens bei youtube ansehen!

wollte mich

nur mal melden. ich komm hier auf tour leider echt nicht dazu große sachen hier reinzustellen, aber es läuft alles super und wenn ich wieder da bin schreib ich wieder so einen extra langen tourbericht. solange bitte den anflug von schwachsinn im blog von pathosfm ansehen. da gehts schon ziemlich ab und da könnt ihr einen eindruck unseres gehirn bekommen!

bestes jedenfalls,
dtr